Motorsportclub Wolgast e.V. im ADAC
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Chronik vom MC Wolgast e.V.

- Der MC Wolgast e.V. im ADMV e.V. und später DMYV wurde am 12. April 2008 50 Jahre
- 50 mal Moto-Cross in Wolgast seit 1956, 44 mal 2007 international um den  „Ostseepokal“
- 1 mal „Pokal für Frieden und Freundschaft“ der sozialistischen Länder
- DDR- und Deutsche Meisterschaften sowie viele Pokalläufe in allen Klassen
- Elf mal DDR und BRD Meisterschaften im Motorboot- Rennsport auf der Peene in Wolgast.

 

 

Aus der am 01.12.1956 gegründeten Sektion Motorrennsport der BSG Motor, Peenewerft

mit 14 Mitgliedern entwickelte sich, mit Unterstützung ihrer Frauen, der Stamm der künftigen ADMV Motorsportfreunde. Bereits 1957 organisierten sie das erste Moto-Cross in Wolgast am Ziesa- Berg anlässlich der 700- Jahrfeier der Stadt.
Am 12. April 1958 wurden im Haus der „Einheit“ einstimmig Erich Möller, Walter Zimmermann, Lothar Eisenstein, Marianne Kemp, Klaus Kemp, Erich Rickmann, Franz Heidrich, Günter Meier, Hans- Joachim Thurow, Ernst Thiele von jetzt schon 60 Mitgliedern in den Vorstand mit Namen „ MC WOLGAST „ im Allgemeinen Deutschen Motorsport Verband ( ADMV ) gewählt.


Unsere bewährten Vorsitzenden:
Erich Möller von 1958 bis 1960 = 1966 Verstorben
Günter Meier von 1961 bis 1998 = Ehrenvorsitzender
Harry Tews von 1999 bis 2002 = 2002 Verstorben
Wolfgang Niebuhr von 2002 bis 2012
Jörg Bünzow ab 2012 bis 2016

Wolfgang Niebuhr ab 2016

Neben Moto-Cross und Straßenrennen mit Fahrern wie Klaus Ahrendt, Beifahrer Podlech, Klaus Zierke, Beifahrer Klaus Kemp, Jürgen Thurow, Beifahrer Jörg Thurow, Dieter Malchin, Manfred Fröhling, Eberhard Vogt, Klaus Joseph, Klaus Bartel u.a. hatten die Turniersportler des MC einen guten Ruf. Neun DDR- Einzel und Mannschaftsmeistertitel, zwölf Vizemeister, zwölf dritte Plätze sowie Bezirks und Kreismeister erreichten die Sportfreunde Heinz Kühle, Holger Flierl, Heinz Meier, Jürgen Köhn, Günter Gräff, Adalbert Rhode, Günter Meier, Jörg Thurow, Helmut

Richter, Harry Flierl, Willi Holtz, Wilhelm Rabe, u.a.

Elfmal von 1964 bis 1994 kämpften die Motorboot-Rennsportler in Wolgast um Punkte für die DDR bzw. Deutsche Meisterschaft, so 1994 sogar um den „Grand Prix Europe“ in der 500er Klasse.

Durch den Motorwassersport im MC ist unser Club auch Mitglied im Deutschen Motoryacht Verband (DMYV) geworden.

Motorbootregatten in Wolgast eine Betrachtung von Franz Heidrich
Nach dem Ende des Rallye – Fiebers griff in Wolgast ein anderer Virus um sich. Harald Firk kaufte sich von Spfrd. Kube aus Berlin ein Rennboot mit einem 250 ccm Motor und versuchte bei der Deutschen Meisterschaft zu starten. Er brachte von einem Rennen die Idee mit, in Wolgast 1964 eine Veranstaltung zur DDR – Meisterschaft zu organisieren. Er fand Anhänger. Allen voran schritt Spfrd. Sußmann. Er baute mit seinen Gerüstbauern den Zeitnehmerturm, organisierte das Fahrerlager und war mit seinen Truppen unermüdlich im Einsatz. Alle damaligen Fahrer der DDR waren in Wolgast und gingen an den Start. Für den Anfang galt die erste Veranstaltung als gelungen. Ein hoffnungsvoller Anfang war gemacht. Die eingesetzten Funktionäre kannten das Reglement, praktische Erfahrungen aber hatte nur Harald Firk, die er von seinen Starts mitgebracht hatte. Eine Fortsetzung der Regatten fand in den Folgejahren nicht statt. Ende der 70 – er Jahre wurden die zu befahrenden Reviere in der DDR knapp; die bisher für Regatten genutzte Talsperren wurden Trinkwasserreservate. Neue Veranstalter wurden gesucht.
Aus dem Kreis der Marinemitglieder im MC formierte sich eine Truppe, die sich für den Motorbootrennsport interessierte und Veranstaltungen nach Wolgast holen wollte. 1977 war es dann soweit. Auf der Peene fand im Hafen die Veranstaltung statt. Das Risiko mit der Brücke führte ein Jahr später zur Verlegung in den Dreilindengrund.
Das Boot des Hafenkapitäns diente als Start und Ziel. Starter, Zeitnehmer wurden auf das Boot gebracht, die Ergebnisse wieder mit Booten zurück auf die Landseite zur Regattaleitung. Das dauerte immer seine Zeit. Die Verbindung Land – Boot wurde über Sprechfunk organisiert. Die Verständigung blieb abenteuerlich. 2 Jahre später schleppte die Werft ihren Malerprahm an die Landseite in den Dreilindengrund. Jetzt waren die Wege zwischen Regattaleitung, Zeitnahme und Start und Ziel kurz und damit effektiv.

Gestartet wurde in den Klassen der Outborder

mit 175 ccm -, 250 ccm -, 350 ccm – und
500 ccm-Motoren. Gebaut wurden die „Pantoffeln“ als Dreipunktboote, die meisten vom Bootsbauer Bernd Danisch. Neben den Outbordern gab es in der DDR 2 weitere Klassen, die von 1000 ccm Wartburgmotoren angetrieben wurden. Die Boote der Klasse E 1000, die aussahen wie normale schnittige Flitzer, erinnerten an springende, galoppierende Pferde. Sie hoben sich rhythmisch aus dem Wasser und klatschten wieder voll auf die Oberfläche. In der Klasse RS 1000 steckten ebenfalls Wartburgmotoren, aber in den bekannten Dreipunktbootskörpern. Als die Felder noch gut gefüllt waren, boten sie das größte Spektakel auf dem Wasser.
Über die Jahre waren alle Fahrer mit Rang und Namen in Wolgast. Zu den besonders zu nennenden gehören die Spfrd. Zimpel, der auch die Motoren für die kleinen Klassen baute, der 13 – fache Weltmeister Bernd Beckhusen, Schumburg aus Magdeburg. Bernhard Danisch, als der bekannteste Bootsbauer in der DDR, der auch seine Bauten an den Westberliner König lieferte und dafür die König – Rennmotoren erhielt, tummelte sich genau so auf der Peene, wie der Weltmeister in der 250 ccm – Klasse.
Viele spannende Rennen durften wir hier erleben. Es wurde guter Sport gezeigt. Einen schweren Unfall mit erheblichen Verletzungen gab es in der 500 ccm – Klasse in der nördlichen Wende. Ein Fahrer stürzte und ein anderer überfuhr ihn. In der Klasse bis 350 ccm gab es einen Unfall mit tödlichem Ausgang.
Die Truppe auf dem Starterturm hatte einen guten Überblick über das Geschehen auf dem Wasser. In der ersten Runde nach dem Start sahen wir den Berliner in seinem Boot schaukelnd über das Wasser fahren. Die vorderen beiden Gleitflächen schlugen immer wieder unregelmäßig auf das Wasser. Ob das mal gut geht? Wir hatten es kaum zu Ende gedacht, schon war das Unglück da. Das Boot stieg vorne in die Höhe und versank beim Aufprall auf dem Wasser sehr schnell.
Bis 1994 wurden die Regatten in Wolgast weiter organisiert. Ab 1995 sollten sie in Rostock ausgetragen werden. Sie verloren immer mehr an Zuschauerinteresse.
Wir hatten im Dreilindengrund eine hervorragende Rennstrecke für die Aktiven. Das Peenewasser war relativ sauber, Platz war viel vorhanden. Jeder konnte ausweichen, wenn er es wollte. Wie jede Veranstaltung lebt der Wassersport auch von den Zuschauern. Die konnten wir einfach nicht in den Dreilindengrund kriegen. Die Strecke war für die Fahrer sehr gut, für die Zuschauer eine Zumutung. Es war zu wenig Platz für sie da. Von der Inselseite waren sie vom Geschehen zu weit entfernt und von der Landseite war das Ufer nach Süden hin nicht nutzbar. Nach Norden fehlte vom Ufer der freie Blick auf das Geschehen auf dem Wasser. Das ganze Schilf konnten auch wir nicht ungestraft beseitigen. Noch mehr Abbruch gab es für die guten Veranstaltungen aber, wir hatten keine eigenen Fahrer und die Erfolge der anderen wurden über das Jahr in der Lokalpresse nicht publiziert.

Straßenrennen, Kart- Sport, Kfz- Veteranentreffen zur DDR- Meisterschaft, Trial, Touristische Ausfahrten, Eigene Fahrschule, Wasserski, gesellige Clubveranstaltungen gehörten bis zur Wende zum Programm des MC Wolgast. Mit über 500 Mitgliedern zählte unser MC bis 1990 mit zu den führenden Motorsportclubs in der DDR, wurde mehrmals als Vorbildlicher MC “ vom Präsidium ausgezeichnet.
Wir mischten in der Verkehrserziehung mit und zeichneten viele Kraftfahrer mit Ehrennadeln für langjähriges ( 10 bis 50 Jahre ) unfallfreies Fahren aus, woran sich heute noch viele Kraftfahrer erinnern.
Der MC hat ausgebildete DMSB Rennleiter, Sportkommissare für Motocross und Enduro in den Klassen A und B.

Unter der Anwesendheit des Generalsekretärs des ADMV Harald Täger und des Präsidenten des Landes-Motorsport-Fachverbandes und Präsident des Landesvorstandes des ADMV Mecklenburg/Vorpommern Bernd Weldner sowie weiteren Gästen beging der MC Wolgast festlich seinen 45.Jahrestag am 12. April 2003.
Neben den Mitgliedern waren auch alle Ehemaligen Sportfreunde vom MC Wolgast recht herzlich am Nachmittag zu einem Plausch und Austausch von Erlebnissen ins Klubgebäude, Am Strom 9 in Wolgast eingeladen.
Zur Erinnerung wurde dem MC Wolgast vom Präsidium des ADMV e.V. ein Ehrenpokal überreicht.

 

Erarbeitet von Günter Meier
Ehrenvorsitzender MC Wolgast e.V.

 

 

 

 

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